Persönliche Resilienz - Basiskurs, Einführungskurs und Trainingsgruppen



Ihr Trainer: Dr. Guido Schneider

Termine (Basiskurs):

  • Frühjahr-Training: 11.03.23 (von 9.30 - 16.15 Uhr)
  • Herbst-Training: 28.10.23 (von 9.30 - 16.15 Uhr)

Ort: Die Ausbildung wird durchgeführt in Räumen der VHS Stolberg, Frankentalstraße 3, 52222 Stolberg. Änderungen behalten wir uns vor.

Anmeldung: Ihre verbindliche Anmeldung richten Sie bitte an die VHS Stolberg. Anmeldeschluss ist der 01.03.23 (für den Frühjahr-Termin) und der 15.10.23 (für den Herbst-Termin)

Ihre Investition: 44,- €



Termine (zweitägiger Einführungskurs):

  • Herbst-Training 19.10. und 20.10.23 (von 9.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Die Ausbildung wird durchgeführt in Räumen der VHS Stolberg, Frankentalstraße 3, 52222 Stolberg. Änderungen behalten wir uns vor.

Anmeldung: Für Ihre verbindliche Anmeldung bei aixline nutzen Sie bitte das Formular in der Kurzinformation. Anmeldeschluss ist der 01.10.23.

Ihre Investition: 95,- € zuzgl. gesetzl. MwSt.



Termine (Trainingsgruppen):

  • 1 x monatlich samstags von 9.30 - 12.30 Uhr
  • Nächste Termine: 07.01.23, 11.02.23, 18.03.23 (oder auf Anfrage unter dr.guido.schneider@aixline.eu). Eine Anmeldung und Aufnahme des Gruppentrainings ist jederzeit möglich; es empfiehlt sich vorab der Besuch eines Basiskurses.

Ort: Die Ausbildung wird durchgeführt in Räumen der VHS Stolberg, Frankentalstraße 3, 52222 Stolberg. Änderungen behalten wir uns vor.

Anmeldung für die Trainingsgruppe: Verwenden Sie bitte das Anmeldeformular in der Kurzinformation.

Ihre Investition: Die Teilnahmegebühr beträgt pro Termin 32,50 € zuzgl. gesetzl. MwSt. Sie buchen verbindlich 4 Termine (also 130,- Euro zuzgl. gesetzl. MwSt.). Nach dieser Zeit entscheiden Sie, ob Sie weitere 4 Termine zu den gleichen Konditionen buchen und weitermachen möchten. Wie lange Sie insgesamt in einer Arbeitsgruppe teilnehmen, entscheiden Sie somit selbst. Trainingsunterlagen erhalten Sie rechtzeitig im Voraus per Email.

Zielgruppen: Alle Personen, die lernen möchten, besser mit Widerständen und Krisen umzugehen und sich flexibler auf Anforderungen einstellen zu können.




Der Begriff 'Resilienz' kommt aus dem technischen Bereich und bedeutet 'abprallen' bzw. ‚zurückspringen'. Er bezeichnet die Elastizität, Spannkraft oder Beweglichkeit eines Materials, sich unter Belastung zu verändern und später seine ursprüngliche Form wieder annehmen zu können. Als resilient wird in Anlehnung daran auch die menschliche Eigenschaft bezeichnet, an Stress, Widerständen oder seelischen Krisen nicht zu zerbrechen, sondern angemessen darauf reagieren zu können und mit Selbstbewusstsein daraus hervorzugehen. Resilienz ist die Fähigkeit, mit externen und internen Belastungen konstruktiv umzugehen: Resilienten Menschen gelingt dies erfolgreich, weil sie über entsprechende Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster verfügen, die ihnen das erleichtern.


Frühere Konzepte zum Umgang mit Belastungen und Krisen arbeiteten im Wesentlichen problemorientiert: Die Menschen mussten schon erkrankt, belastet oder geschwächt sein, damit ‚am Problem‘ bestimmt werden konnte, was sie benötigten, um wieder auf die Beine kommen zu können. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts arbeitet die Psychologie anders: In Langzeitforschungen wurde über viele Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass Menschen resiliente Fähigkeiten haben und auch erlernen können, die sie in die Lage versetzen, schon von vornherein gesund, angemessen und selbstverantwortlich mit Widerständen und Belastungen umgehen zu können, so dass sie erst gar nicht daran erkranken oder seelisch zusammenbrechen.


Nach heutigen Erkenntnissen bezeichnet Resilienz keine genetisch bedingten Persönlichkeitsmerkmale: Resilienz kann jeder Mensch lernen und trainieren. Durch Erfahrungen herausgebildete Werte und Überzeugungen sind wesentliche Faktoren bei der Entwicklung von Resilienz - und Werte bzw. Überzeugungen lassen sich verändern. So reagieren resiliente Menschen optimistisch, realistisch und lösungsorientiert auf die Umstände des Lebens, statt betroffen und in der Opferrolle darauf zu reagieren. Sie nutzen eigene Stärken und holen sich die notwendigen Ressourcen aus ihrer Umgebung. Sie haben erfahren, dass viele Widerstände sich konstruktiv überwinden lassen, und haben es gelernt, dass sich auch neue Wege auftun, wenn sie akzeptieren, was sich nicht verändern lässt.


In der Literatur werden verschiedene Säulen der Resilienz benannt: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, die Bereitschaft zum Verlassen der Opferrolle, Übernahme von Verantwortung, Netzwerkorientierung, Zukunftsplanung, aber auch Selbstfürsorge oder die Fähigkeit zu einer konstruktiven Kommunikation mit anderen. Je mehr und souveräner jemand diese internen und externen Ressourcen zur Verfügung hat, desto stabiler reagiert er auf Krisensituationen.


Es werden auch verschiedene Schlüssel zur Resilienz genannt, die vor allem hilfreiche Denk- und Verhaltensmuster bezeichnen, also auch solche, die uns helfen, Resilienz zu entwickeln:

  • Die eigene Energie ausbalancieren: Überlastungen erkennen, Energiebedarf ausgleichen, Stress lösen
  • Den eigenen Standort bestimmen und Rollen klären
  • Eisberg-Überzeugungen aufspüren, Denkfallen erkennen und neutralisieren
  • Persönliche Antreiber kennen und verändern
  • Katastrophendenken stoppen, Beobachterpositionen nutzen und einnehmen
  • Emotionales Selbstmanagement: Beruhigen, Fokussieren, Motivieren, innerer Ausgleich
  • Problemlösekompetenz trainieren, lösungsorientiert denken lernen
  • Netzwerke aufbauen und pflegen, Grenzen setzen und gestalten
  • Resilienz-Praktiken in Echtzeit praktizieren


Viele Studien haben bewiesen, dass und wie Resilienz gelernt und trainiert werden kann. Dies gilt für jedes Alter. Wenn Resilienz trainiert werden kann, sollten Gelegenheiten dazu geschaffen werden, über Seminare hinausgehend, die klären, wie resiliente Fähigkeiten funktionieren. Denn Nachhaltigkeit entsteht vor allem durch regelmäßiges Üben und Anwenden. Allerdings ist zu beachten: Das Üben resilienter Fähigkeiten kann keine therapeutische Maßnahme ersetzen, wenn eine solche schon sinnvoll ist.


Im Basiskurs Resilienz erhalten Sie einen Überblick über die Bereiche der Resilienz („Säulen“), können feststellen, in welchen Bereichen Ihre persönliche Resilienz gestärkt werden kann, und trainieren bereits Basistechniken, um dies zu leisten.


Wenn Sie die Resilienz-Bereiche bereits etwas detaillierter kennen lernen möchten als in einem Basiskurs, besteht dazu die Möglichkeit im zweitägigen Einführungskurs.


Für ein aufbauendes und nachhaltiges Training wurden die Resilienz-Trainingsgruppen ins Leben gerufen, in denen TeilnehmerInnen seit mehreren Jahren aktiv resilientes Denken und Verhalten trainieren. Einmal im Monat kommen die Trainingsgruppen zusammen zu Terminen, die mit allen TeilnehmerInnen gemeinsam festgelegt werden.